Stressabbau – Symptome & Strategien zur Stressbewältigung

Stress kann sehr belastend sein. Egal ob privat oder beruflich – viele Menschen leiden unter Dauerstress. Wir klären dich über Stresssymptome auf und zeigen dir, wie du Stress bewältigen kannst.

Was Stress genau ist?

Stress ist eine natürliche Reaktion des Körpers, die schon der Urzeitmensch kannte. Damals sorgten Stresshormone wie Adrenalin dafür, dass sich der Mensch in einer möglichen Kampf- oder Fluchtsituation bewähren konnte. Stress war überlebenswichtig. Er ist also kein neuzeitliches Phänomen, obwohl chronischer Stress heutzutage bei immer mehr Menschen auftritt. Darin liegt auch der Unterschied. Während Stresssituationen früher nach kurzer Zeit abklangen, sind die Menschen heutzutage oft dauerhaft Stress ausgesetzt. Grund dafür sind beispielsweise beruflicher Druck und konstante Reizüberflutung wie der Medienkonsum und unser Freizeitstress. Erholungsphasen kommen dagegen oft zu kurz.

Weitere Faktoren die einen großen Einfluss auf die Fehlregulation unseres vegetativen Nervensystems haben, sind neben dem Rauchen, unsere schlechte Nahrung (z.B. Zucker, schlechte Fette die das Nervensystem extrem reizen), Übergewicht, Bewegungsmangel, aber auch zu extremer Sport, unsere schlechte Trinkwasserqualität (Schadstoffe und starke Übersäuerung des Wassers), E-Smogbelastung und unser enormer Freizeitstress nur einige zu nennen. Letztendlich wie bei allen Krankheiten, eine ständige Reizüberflutung, dies eine starke Übersäuerung und letztendlich Sauerstoffmangel zur Folge.

Unsere Tipps, wie Sie Stress vermeiden beziehungsweise abbauen können:

  1. Sport ist wohl einer der besten Stresskiller schlechthin. Zu Recht, denn Sport baut Stress effektiv ab und sorgt für mehr Wohlbefinden. Besonders empfehlenswert sind Ausdauersportarten wie Joggen, Schwimmen oder Rudern, die den Körper in einen meditativen Zustand versetzen. Aber auch richtiges Krafttraining erzeugt bestimmte Botenstoffe die wiederum helfen, Stress besser zu verarbeiten.
  2. Verzichten Sie auf Smartphone & Co. Moderne Technik wie Smartphone, Tablet und Laptop erleichtern uns zwar das Leben in vielerlei Hinsicht, sie sorgen oftmals aber auch für einen leichten Dauerstress: Man ist permanent erreichbar und kann ständig auf neue Situationen und Ereignisse reagieren. Wenn Sie gestresst sind, sollten Sie einmal versuchen, 24 Stunden ohne Technik auszukommen. Lassen Sie den Computer – und am besten auch das Handy – einfach ausgeschaltet. Wenn Ihnen das zu extrem ist, versuchen Sie wenigstens, das Handy für ein paar Stunden am Tag nicht mit sich herumzutragen. Sie werden sehen, das entspannt!
  3. Nehmen Sie sich Zeit für sich. Wer immer etwas zu tun hat und ständig gestresst ist, nimmt sich vor allem eins nicht: Zeit für sich selbst. Höchste Zeit also, das endlich nachzuholen. Überlegen Sie, was Sie in den letzten Wochen eigentlich unbedingt machen wollten, was letztendlich aber immer zu kurz gekommen ist. Dabei ist es egal, ob Sie in Ruhe ein Buch lesen oder endlich einmal eine Ballonfahrt machen möchten. Gönnen Sie sich etwas, wonach Ihnen im Moment wirklich zumute ist und schalten Sie Ihr Pflichtbewusstsein zumindest für ein paar Stunden aus.
  4. Schlafen Sie aus. Ständiger Stress sorgt meist dafür, dass wir zu wenig schlafen – und das teilweise wochenlang. Zudem fällt bei gestressten Personen meist auch die Schlafqualität schlechter aus. Ein paar unruhige Nächte können wir locker wegstecken, doch wer auf Dauer zu wenig schläft, schadet damit seinem Körper. Denn Schlafmangel führt zu einer verstärkten Ausschüttung des Stresshormons Cortisol. Zudem hat der Körper auch weniger Zeit, um zu regenerieren – normalerweise erholt sich der Körper im Schlaf nämlich von den Anstrengungen des Tages. Schlafen Sie also am Wochenende mal wieder so richtig aus: Ihr Körper wird es Ihnen danken!
  5. Meditation, Yoga, Qi Gong, Totes Meer Salzgrotte und Biomagnetfeldanwendungen sind sehr gute Methoden, um sich zu entspannen und beim Abschalten zu helfen.
  6. Lachen Sie viel. Lachen ist neben Bewegung wohl die beste Maßnahme, um Stress abzubauen. Lachen Sie einfach einmal laut und herzhaft – auch, wenn es dafür keinen bestimmten Grund gibt. Denn durch Lachen wird das Glückshormon Serotonin freigesetzt. Wenn Sie es etwas weniger laut mögen, können Sie auch einfach die Augen schließen, sich entspannen und lächeln. Auch dabei wird Serotonin ausgeschüttet.
  7. Kochen Sie sich etwas Leckeres. Kochen oder Backen ist eine perfekte Beschäftigung, um Stress abzubauen. Das Arbeiten in der Küche beschäftigt uns, ohne uns zu überfordern. Bestimmte Tätigkeiten wie beispielsweise Gemüseschneiden haben außerdem eine beruhigende Wirkung. Nach dem Kochen wartet dann außerdem ein leckeres Menü auf uns – auch das hilft dabei, zu entspannen. Schnappen Sie sich also Ihren Partner oder ein paar Freunde und legen Sie los. In stressigen Lebenslagen sind bestimmte Lebensmittel besonders empfehlenswert – und damit ist nicht nur Schokolade gemeint. Vielmehr ist für den Körper vor allem die Versorgung mit Kalium, Magnesium und B-Vitaminen wichtig. Deswegen sollten Sie beispielsweise zu folgenden Lebensmitteln greifen:
    • Vollkornprodukte
    • Hülsenfrüchte
    • Bananen
    • Brokkoli
    • Trockenobst
    • Milchprodukte
    • Nüsse
    • Eier
  8. Genießen Sie bewusst. Wenn Sie gestresst sind, werden Sie wahrscheinlich den ganzen Tag von Sinneseindrücken nur so überflutet. Um etwas gegen den Stress zu tun, sollten Sie versuchen, Eindrücke wieder bewusst wahrzunehmen und Dinge gezielt zu genießen.
  9. Trinken Sie eine Tasse Tee. Eine Tasse Tee zu trinken, hat etwas Gemütliches an sich. Deswegen ist ein warmer Tee auch gut geeignet, um Stress abzubauen. Neben der Sorte ist besonders die Art und Weise, wie Sie den Tee trinken, entscheidend: Ein hastig im Stehen getrunkener Tee wird kaum für mehr Entspannung sorgen. Nehmen Sie sich stattdessen bewusst ein paar Minuten Zeit, setzen Sie sich gemütlich aufs Sofa und genießen Sie das warme Getränk ganz gezielt. Gut geeignet zum Entspannen sind Teemischungen mit Melisse, Hopfen oder Lavendel.
  10. Pflanzliche Adaptogene sind Pflanzen, die vor Stress schützen können, die aber auch uns helfen gegen den Stress besser gewappnet zu sein. Eines der besten und leistungsstärksten Adaptogene ist Rhodiola rosea (Rosenwurz), eine Pflanze aus dem hohen Norden. Rhodiola rosea verleiht dem Körper Widerstandskraft, sorgt dafür, dass er in Stressphasen nicht überreagiert, harmonisiert aus dem Gleichgewicht geratene Körperfunktionen und hat dabei keine Nebenwirkungen. Weitere Pflanzen die bei Stress sehr gut wirken sind, sind Rosen, Veilchen, Hopfen als Badezusatz, Baldrian, Kamille, Passionsblume, Schlangenwurz auch in Kombination mit Johanniskraut, Lavendel als Badezusatz, Schafgarbe, Linde, Ginseng, u.v.m.
  11. Bachblüten sind sehr hilfreich, um emotionalem Stress erfolgreich zu begegnen.
  12. Vitamin C gilt als Anti-Stress-Vitamin. Ist man Stress ausgesetzt, ist es hilfreich, viel Obst und Gemüse zu essen, das reichlich Vitamin C enthält, wie z.B. Kiwis, Orangen oder Paprikaschoten. Vitamin C ist für seine ausgleichende und beruhigende Wirkung bekannt.
  13. Da Stress zur Dehydrierung des Körpers beiträgt, ist es besonders wichtig, viel gutes Wasser (sauber, basisch, ionisiert, antioxidativ) zu trinken. Bestimmt kennt jeder das Gefühl, wenn in besonders angespannten Situationen der Mund plötzlich trocken wird. An normalen Tagen benötigt der Körper ca. 2 l Wasser. An Tagen, die besonders anstrengend sind, wird vom Körper mehr gebraucht und zwar ca. 2,5 bis 3 l Wasser.